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Aktuelle technische und bauliche Lösungen für die Tierhaltung werden in den Baulehrschauen der verschiedenen Lehr- und Versuchsanstalten vorgestellt. Mehr ...

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Mehr Transparenz am Schweinemarkt

Fehlende Vergleichbarkeit bei den Schlachtabrechnungen für Schweine macht es den Bauern nach Angaben des Landvolks Niedersachsen schwer, den optimalen Vermarktungsweg für ihre Tiere zu wählen. Ungefähr 50 verschiedene Preismasken und hunderte unterschiedlicher Abrechnungssysteme trüben die Transparenz am Schweinemarkt.

Der Deutsche Bauernverband will mit dem neuen Dienstleistungsangebot diesen Nebel ein wenig lichten. Die Bauern reichen ihre Original-Schlachtabrechnungen per Fax oder demnächst auch Online ein. Der in der Rechnung ausgewiesene Basispreis wird um die betriebsindividuellen, Preis beeinflussenden Faktoren bereinigt und mit dem Tagesmittel aller bereinigten Basispreise verglichen, die vom gleichen Tage in der Datenbank vorliegen. Mit dem so ermittelten Vergleichswert kann der Landwirt erkennen, wie gut oder wie schlecht er seine Tiere am jeweiligen Tag vermarktet hat. Mittlerweile beteiligen sich bereits mehr als 600 Landwirte mit ungefähr einer Million Mastschweinen an dem Vergleich, überwiegend aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Auf der Grundlage dieser einzelbetrieblichen Daten hat der Bauernverband jetzt eine überbetriebliche Auswertung der Vermarktungswege erstellt, deren Ergebnisse kürzlich in Berlin vorgestellt wurden. Ziel ist eine transparente und objektiv vergleichbare Darstellung der Erzeugerpreise beim Verkauf an die verschiedenen Marktpartner der Schweinemäster. Bauern können die Rangfolge der 18 ausgewerteten Schlachthöfe, für die genügend repräsentative Daten vorlagen, im Internet einsehen unter http://www.landvolk.net.
Allerdings gibt es eine erhebliche Streuung der Vergleichswerte, die innerhalb eines Schlachthofes größer sein kann als zwischen den Schlachthöfen. So muss der im Ranking am besten bewertete Schlachthof nicht unbedingt auch für die vom einzelnen Mäster erzeugte Qualität der beste sein. Dennoch sind die Unterschiede bei den Vermarktungswegen statistisch abgesichert. Alle Auswertungen wurden unabhängig überprüft vom Institut für Ökonomie der Ernährungswirtschaft bei der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Kiel, um zu gewährleisten, dass der Vergleich wissenschaftlichen Standards entspricht.

Mit dem neuen, kostenlosen Dienstleistungsangebot des Bauernverbandes ist der Anfang für eine verlässliche Markttransparenz gemacht. Der Vergleich soll dazu beitragen, das Misstrauen zwischen Landwirten sowie Abnehmern und Schlachthöfen zu verringern, Schwachstellen bei der Vermarktung aufzudecken und so die Wertschöpfung im gesamten Veredelungssektor erhöhen. Das System soll weiter ausgebaut und verfeinert werden. Dazu werden weitere teilnehmende Schweinemäster gesucht.

Quelle: LPD 21/2007


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